Fingertabs – welche Arten gibt es und welcher ist der richtige für mich?

Klar kann man auch ohne Fingerschutz Bogenschießen und einige „besonders harte Kerle“ tun dies auch. Die meisten von uns möchten ihren Sport aber lieber ohne unnötig schmerzende Finger (und dauerhafte Nervenschädigungen in den Fingerspitzen) ausüben. Und so gehört schon zur ersten Bogensportausrüstung entweder ein Schießhandschuh (*) oder ein Fingertab. Heute möchte ich Ihnen einige Informationen zu Fingertabs (*) geben und Tipps, welche Tab-Art für welchen Schützen empfehlenswert ist. Ich beschränke mich dabei auf Tabs, die im Handel erhältlich sind. Zunächst der Versuch einer Definition: Ein Fingertab (*) ist in der Regel ein speziell geformtes Lederstück, das die Zugfinger schützt. Mit dem Fingertab greift man die Sehne. Der Tab sollte daher gut passen und angenehm zu tragen sein. Einfacher Fingertab aus

Anker / Ankern / Ankerpunkt (Definition)

Der Anker oder Ankerpunkt bezeichnet die Position der Zughand (Abschusshand) bei vollem Auszug. Er ist der Punkt, an dem der Zeigefinger der Zughand (oder der Tab) unter dem Kieferknochen des (Recurvebogen-)Schützen anliegt. Die Bogensehne berührt dabei mittig Nase und Kinn. Compound- und Langbogenschützen ankern etwas anders. Der Compoundschütze zieht immer bis zur sogenannten Wand und legt seine Zughand an der Wange an. Ein traditioneller Schütze ankert ebenfalls im Gesicht an der Wange. Oft liegt dabei die Spitze des Mittel- oder des Zeigefingers im Mundwinkel. Gern wird aber auch der Wangenknochen gewählt. Beim Compoundbogen liegt die Nase ebenfalls mittig auf der Sehne, liegt dann aber nicht am Kinn, sondern im Mundwinkel an. Und bei traditionellen Bogenschützen liegt die Sehne im Vollauszug

Das Einhaken und Greifen: Die Positionierung der Finger und des Tabs an der Sehne

In diesem Beitrag erfährt der Bogenschütze, wie er seine Finger und seine Zughand richtig in Stellung bringt, um letztendlich ein entspanntes Lösen zu gewährleisten. Viele Bogenschützen schlagen sich mit dem Problem des nicht korrekten (entspannten) Lösens herum, was wiederum zur Folge hat, dass der Pfeil nicht richtig ins Fliegen kommt und so eine gute Gruppierung der Pfeile verhindert. Ich empfehle, die Sehne direkt vor dem ersten Fingergelenk von Zeige- und Ringfinger und hinter dem ersten Fingergelenk des Mittelfingers zu positionieren. Dieses erlaubt dem Bogenschützen ein unverkrampftes Einhaken der Finger an der Sehne und ermöglicht ihm ein entspanntes Lösen der Sehne von den Fingern. Legt nun der Bogenschütze seinen Tab an die Sehne, platziert dann seine Finger darauf, muss er jedes