Selbst für die Finanzierung des Ersten Weltkrieges musste ein spärlich bekleideter Bogenschütze herhalten: Der „9te Pfeil“ stand für die neunte Kriegsanleihe, für die dieses kleine Plakat oder Flugblatt warb. Der dargestellte Mann schießt seinen Langbogen mit dem Daumengriff (auch mongolischer oder asiatischer Griff genannt). Die neunte Kriegsanleihe wurde im September 1918 aufgelegt und war die letzte des Ersten Weltkrieges, der im November nach über 4 blutigen Jahren endlich endete. Und obwohl sich die Menschen im vierten Kriegsjahr nach Frieden sehnten, wurden immerhin noch 10.443 Millionen Mark gezeichnet. Das obige Motiv gab es auch als Postkarte in einer farblich anderen Gestaltung: Der Grafiker war Fritz Erler (1868-1940), ein deutscher Maler, Grafiker und Bühnenbildner. Er war einer der offiziellen Militärmaler zur Zeit