Internationale Bedingungen der WA (früher FITA) für Zielscheiben und Scheibenauflagen

Obwohl sich die FITA (Fédération Internationale de Tir à l’Arc) bereits 2011 in World Archery Federation (WA) umbenannt hat, ist der Begriff FITA bei vielen Bogenschützen noch allgegenwärtig. Darum verwende ich die Abkürzungen FITA / WA in diesem Blog gleichberechtigt nebeneinander. Gemeint ist aber in beiden Fällen der weltweit größte Dachverband der Sportbogenschützen, der auch als einziger zu Olympischen Spielen zugelassen ist. Nachfolgend finden Sie die Vorschriften der FITA / WA für Zielscheiben und Scheibenauflagen (Stand: 16.08.2018). Internationale Bedingungen FITA / WA für Zielscheiben und Scheibenauflagen für das Bogenschiessen Der Scheibenkörper (Binsen, Stramitplatte oder Ethafoamscheibe) (*) hat die Abmessungen von ≥ 124 cm (Durchmesser bei runden Scheiben) oder Kantenlänge bei quadratischen Scheiben. Die Scheibe hat einen Neigungswinkel von 15° und

Der Blankschaft-Test zur Bestimmung der richtigen Nockpunktüberhöhung

Da der Bogenschütze nicht durch die energetische Mitte (Pivot-Point/Griffschale) des Bogens schießen kann, wurde die Pfeilauflage (*) nach oben verlagert. Hierzu muss nun der/die Nockpunkt/Nockpunküberhöhung angepasst werden. Für das erste grobe Tuning wird zunächst mit einem Checker (*) eine gerade Linie (hier: rechter Winkel) von der Pfeilauflage hin zur Sehne ermittelt. Egal, ob man einen Klemmnockpunkt (*) oder einen gewickelten Nockpunkt bevorzugt, wird dieser zunächst überhöht (oberhalb des ermittelten rechten Winkels) mit einem Abstand von ca. 5 mm auf der Sehne angebracht. Da der Nockpunkt erheblichen Einfluss das Gruppieren der Pfeile hat, ist hier mit besonderer Sorgfalt zu arbeiten. Damit der Bogenschütze eine gute Pfeilgruppierung erreichen kann, muss der „richtige Überhöhungspunkt“ gefunden werden. Nachdem jetzt der Nockpunkt auf der Sehne

Das Tillern eines Recurvebogens

Vor dem Tillern sollte die Grundeinstellung des Recurvebogens (*) hergestellt sein. Dieses bedeutet, dass folgende Faktoren überprüft und eingestellt sind: Sitzen die Wurfarme (*) richtig im Mittelteil (*)? Der obere Wurfarm in der oberen Wurfarmtasche und der untere Wurfarm in der Unteren? Wurfarme sind unterschiedlich gearbeitet, d.h. der untere Wurfarm ist vom Zuggewicht her stärker. Sind die Wurfarme gerade? Sind die Wurfarme verwunden? Ist die Pfeilauflage (*) korrekt angebracht? Sitzt der Button (*) korrekt und ist der Pfeil richtig angelehnt? Stimmt der Buttondruck? Stimmt die Standhöhe des Bogens? Ist das Visier (*) mittig und der Visierschlitten parallel zur Sehne? Ist die Mittenwicklung korrekt? Ist die Nockpunktüberhöhung korrekt? Wenn diese Dinge im Vorfeld alle abgeklärt sind, können wir zum Tillern eines