Im dritten und letzten Teil dieser kleinen Serie werden wir uns hier mit dem Setzen des Nockpunktes und dem Binden des Loops auseinandersetzten.

Nehmen Sie einen Checker (*) und setzen diesen mit den beiden Klemmen auf der Sehne auf. Nun korrigieren Sie den Checker in der Höhe so, dass der Messstab die Pfeilauflage (hier: Launcher) berührt. Jetzt haben Sie einen rechten Winkel von 90° zur Sehne. Markieren Sie in Weiterführung dieser Linie einen Punkt auf der Sehne.
Diese Markierung stellt somit die Unterkante ihres Nocks dar. Nun haben sie die Auswahl zwischen zwei Möglichkeiten:
- Nehmen Sie einen Messingnockpunkt (*) und positionieren Sie diesen mit der Oberkante direkt unter ihrer zuvor angebrachten Markierung. Nehmen Sie dann einen einzelnen Nock und stecken diesen auf der Sehne auf. Jetzt nehmen Sie einen weiteren Messingnockpunkt (oder richtiger gesagt: Nockpunktbegrenzer aus Messing) und setzen diesen mit einem Abstand von ca. 1 mm mit der Unterkante zu ihrem Nock auf die Sehne und klemmen diesen fest. Der Abstand von 1 mm ist notwendig, damit der Nock beim Schießen durch den relativ steilen Sehnenwinkel nicht eingeklemmt wird. Wer keinen Messingnockpunkt verwenden will, wickelt seinen Nockpunkt mit einem speziellen Garn (*).
- Der Ablauf zum Setzen des Nockpunktes ist derselbe wie unter Punkt 1 beschrieben, nur klemmen sie hier nicht einen Nockpunkt auf die Sehne, sondern sie wickeln einen. Hierzu empfiehlt es sich, ein spezielles Garn mit einem Durchmesser der Stärken 0.14 oder 0.15 zu verwenden.
Loop binden
Bei der Anbringung des Loops sollte der Schütze zunächst darauf achten, eine Loopschnur (*) zu verwenden, die weich und flexibel ist. Der Durchmesser der Loopschnur liegt zwischen 0.91 bis 0.98“. Die folgende Skizze dokumentiert die Technik zum Binden des Loops ohne Nockpunkte.

Beim Binden des Loops ist es wichtig, die Enden der Schnur zum Schluss zu verschweißen (mit einem heißen Feuerzeug oder besser einem Bunsenbrenner (*) oder Sturmfeuerzeug). Außerdem sollte das Loop mit einer Zange gespannt / gedehnt werden. Nur so ist sichergestellt, dass es die Schussbelastungen auch aushält. Dazu eignet sich die Nockpunktzange Easton Elite (*) besonders gut.

Die Grundeinstellung des Compoundbogens für den Target-Schützen – Teil 1
Die Grundeinstellung des Compoundbogens für den Target-Schützen – Teil 2
Buchtipps:
- Richtig schießen mit dem Recurvebogen (*)
- Richtig schießen mit dem Compoundbogen (*)
- Schießbuch für Bogenschützen (*)
Text: © Bert Mehlhaff
Fotos: © Martina Berg

Martina Berg ist Chefin von Bogensport Deutschland. Sie schießt intuitiv mit einem Hybridbogen, ist DFBV-Trainerin und Lippische Meisterin mit dem traditionellen Bogen. Als engagierte Händlerin kennt sie sich auch mit Compound- und Recurvebögen aus. Zusammen mit Bert Mehlhaff schreibt sie Bücher für Bogenschützen.